Bevor wir uns heute Abend wieder nach Hause zurück fahren, besuchen wir noch das schöne und einzigartige Schloss Chambord. Das Renaissance Schloß ist mit seinen 426 Räumen und 282 Kaminen sehr beeindruckend.
Und nach dem wunderbaren Menue (Entenkeule und Tarte Tartin) besuchen wir als süßen Abschluss des Kulturausfluges noch eine Schokoladenmanufaktur.
Wir werden über Nacht fahren, in der Hoffnung, dass wir etwas schlafen können und uns die Fahrt nicht so lang vorkommt. Wir haben viele Eindrücke in dieser prall-vollen Woche gesammelt, Menschen verschiedener Nationen kennengelernt, uns mit Ihnen ausgetauscht, obwohl wir Ihre Sprache nur ungenügend oder (wie ich) gar nicht sprachen. Viele der Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit Handicap sind selbstständiger geworden, haben mehr Zutrauen zu sich bekommen, sind ein Stück gewachsen.
In zwei Stunden sind wir wieder in Schleswig-Holstein und ich frage i Christiane, Jörn, Arne und Ana, was sie aus dieser Woche mitgenommen haben, was sie beeindruckt hat.
Christiane: „Es war eine erfolgreiche Fahrt. Mich hat beeindruckt, wie offen die Menschen mit Handicap aus La Couronnerie auf uns zugegangen sind. Und ihre Freude, mir im Workshop die französischen Worte beizubringen, die mir fehlten. Es war auch schon beeindruckend, wie schnell wir uns an die französische Handhabung der Zeit gewöhnt haben.“
Jörn: „Es war toll zu sehen, wie schnell unsere Leute integriert wurden und wie gut sie zurechtgekommen sind, trotz Sprachbarrieren. Was mir gar nicht gefallen hat, war die lange Busfahrt.“
Arne: „Die Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit, mit der sich die Menschen mit Handicap auf die Fahrt eingelassen und sich der Herausforderung gestellt haben, hat mich beeindruckt.“
Ana: „Das Auftreten mit den anderen und der Band fand ich cool. Mein Holzworkshop war ohne Dolmetscher, das war nicht gut, ich habe nicht verstanden, was ich machen sollte. Ich habe jetzt keine Angst mehr ins Ausland zu fahren. Ich kann auch mit Händen und Füßen bestellen.“
Ich weiß und habe gesehen, wie viel Kraft, Zeit und Energie die Organisation und Durchführung der Fahrt Arne, Jörn, Michael, Martina und Christiane gekostet hat. Und ich habe gesehen und gespürt, mit wie viel persönlichem Engagement und Einsatz sie diese Bildungsfahrt begleitet haben. Sie waren zu jeder Zeit den Menschen mit Handicap zugewandt und haben für fast alle Probleme gemeinsam mit den Betroffenen eine Lösung gefunden. Meine Hochachtung für diese Arbeit.
Mir hat diese Woche mit euch 17 sehr gut gefallen. Es war anstrengend, interessant, ich habe neues von euch gelernt und bin auch mal an meine Grenze gestoßen. Fazit: ich möchte diese Woche auf keinen Fall missen. Wenn ihr wieder eine Fahrt unternehmt, komme ich gerne wieder mit. Wenn ich darf.
















